Einladung von Gastfamilien ins Hamburger Rathaus
Die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Alske Freter (Bündnis 90/Die Grünen) engagiert sich für die AJA-Gastfamilienkampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“. Die Parlamentarierin war 2025 die erste Botschafterin – inzwischen haben mehr als 80 Abgeordnete aus Bundestag und Landesparlamenten nachgezogen, um das ehrenamtliche Engagement von Gastfamilien öffentlich zu würdigen und sichtbarer zu machen.
Alske Freter machte dies am vergangenen Samstag und empfing Gastfamilien mit ihren Gastkindern sowie Ehrenamtliche aus den AJA-Mitgliedsorganisationen AFS, Experiment, Partnership International und YFU im Hamburger Rathaus. Gleich zu Beginn ihrer Führung durch das 1897 erbaute Gebäude bekannte die Politikerin: „Ich war ein Jahr als Austauschschülerin mit YFU in Uruguay. Das war eine sehr prägende Erfahrung, weshalb mein Herz am Austausch hängt.“ Über den Plenarsaal und verschiedene repräsentative Räume endete die Tour in der Lobby der Hamburgischen Bürgerschaft. Anschließend lud Alske Freter ihre 25 Gäste zum Gespräch – und fragte neugierig „Warum sind Sie Gastfamilie?“ oder „Was braucht es, um mehr Menschen zu überzeugen, Gastfamilie zu werden?“
Eine häufiges Motiv: nach persönlichen Austauscherfahrungen oder denen der Kinder etwas zurückgeben zu wollen. Zudem erleben sie als Gastfamilie auch zuhause einen Austausch. In einem waren sich viele auch einig: Es gibt insbesondere an Schulen zu wenig Informationen über Austauschprogramme und über die Möglichkeit, Gastfamilie zu werden. Eine finanzielle Aufwandsentschädigung könne zudem helfen, um mehr Gastfamilien zu gewinnen. Ein Argument, das Alske Freter teilte, nicht ohne auf die chronische Knappheit der Haushalte in Bund und Ländern hinzuweisen. Gleichzeitig, da waren sich viele einig, ließe sich ehrenamtliches Engagement auf lokaler Ebene mit finanziellen Vergünstigungen anerkennen.
Die Schlussrunde im Rathaus gehörte den Austauschschüler*innen wie Habiba aus Ägypten, Tornike aus Georgien, Iver aus Norwegen oder Esme aus den USA. Sie erzählten über ihre ersten Monate in Deutschland und das bunte Leben in ihren Gastfamilien. „Vielen Dank für diese Einladung und Wertschätzung“ war ein Satz, den Gastfamilien-Botschafterin Alske Freter am Schluss mehrfach hörte – und eine Wiederholung in Aussicht stellte.





