Online-Veranstaltung am 26. März: „Von null auf hundert: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke

Online-Veranstaltung am 26. März: „Von null auf hundert: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke

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Seit Juni 2025 läuft die AJA-Kampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“. Über 90 Botschafter*innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik unterstützen aktuell die Kampagne und sorgen für mehr Sichtbarkeit und Anerkennung ehrenamtlicher Gastfamilien.

Zeit zurückzublicken und Bilanz zu ziehen, aber auch nach vorn zu schauen, um weitere Schritte zu planen. Dazu möchten wir zur Online-Veranstaltung „Von null auf hundert: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke“ am Donnerstag, den 26. März 2026 von 18:00 – 19:45 einladen. Die Veranstaltung bringt Gastfamilien, Gastkinder, Ehrenamtliche aus den gemeinnützigen Austauschorganisationen und Botschafter*innen in den Dialog. Gemeinsam werden Fragen erörtert wie: Was kann getan werden, um mehr Menschen zu motivieren, Gastkinder aufzunehmen? Wo gibt es Stellschrauben in der Politik? Welche Rahmenbedingungen braucht es?

Anmeldung: https://us06web.zoom.us/meeting/register/mFrPO6xCTgKYGA3jHJi1dQ

Darum geht es:

  • Was wir mit der Kampagne gemeinsam erreicht haben
  • Persönliche Einblicke ins Gastfamilienleben
  • Panel-Diskussion mit Gastfamilien-Botschafterinnen Empowerment: Gute Rahmenbedingungen für Gastfamilien – aber wie? mit Aydan Özoguz, MdB (SPD und Kerstin Celina, MdL (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN)
  • Dialog in Kleingruppen: Ehrenamtliche und Abgeordnete im Gespräch zur Stärkung von Gastfamilien-Engagement
  • Abschluss und gemeinsamer Ausblick


Einladung von Gastfamilien ins Hamburger Rathaus

Einladung von Gastfamilien ins Hamburger Rathaus

Gastfamilien Gastfamilienkampagne

Die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Alske Freter (Bündnis 90/Die Grünen) engagiert sich für die AJA-Gastfamilienkampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“. Die Parlamentarierin war 2025 die erste Botschafterin – inzwischen haben mehr als 80 Abgeordnete aus Bundestag und Landesparlamenten nachgezogen, um das ehrenamtliche Engagement von Gastfamilien öffentlich zu würdigen und sichtbarer zu machen.

Alske Freter machte dies am vergangenen Samstag und empfing Gastfamilien mit ihren Gastkindern sowie Ehrenamtliche aus den AJA-Mitgliedsorganisationen AFS, Experiment, Partnership International und YFU im Hamburger Rathaus. Gleich zu Beginn ihrer Führung durch das 1897 erbaute Gebäude bekannte die Politikerin: „Ich war ein Jahr als Austauschschülerin mit YFU in Uruguay. Das war eine sehr prägende Erfahrung, weshalb mein Herz am Austausch hängt.“ Über den Plenarsaal und verschiedene repräsentative Räume endete die Tour in der Eingangshalle der Hamburgischen Bürgerschaft. Anschließend lud Alske Freter ihre 25 Gäste zum Gespräch – und fragte neugierig „Warum sind Sie Gastfamilie?“ oder „Was braucht es, um mehr Menschen zu überzeugen, Gastfamilie zu werden?“

Eine häufiges Motiv: nach persönlichen Austauscherfahrungen oder denen der Kinder etwas zurückgeben zu wollen. Zudem erleben sie als Gastfamilie auch zuhause einen Austausch. In einem waren sich viele auch einig: Es gibt insbesondere an Schulen zu wenig Informationen über Austauschprogramme, vorhandene Fördermöglichkeiten und über die Möglichkeit, Gastfamilie zu werden. Eine finanzielle Aufwandsentschädigung könne zudem helfen, um mehr Gastfamilien zu gewinnen. Ein Argument, das Alske Freter teilte, nicht ohne auf die chronische Knappheit der Haushalte in Bund und Ländern hinzuweisen. Gleichzeitig, da waren sich viele einig, ließe sich ehrenamtliches Engagement auf lokaler Ebene mit finanziellen Vergünstigungen anerkennen.  

Die Schlussrunde im Rathaus gehörte den Austauschschüler*innen wie Habiba aus Ägypten, Tornike aus Georgien, Iver aus Norwegen oder Esme aus den USA. Sie erzählten über ihre ersten Monate in Deutschland und das bunte Leben in ihren Gastfamilien. „Vielen Dank für diese Einladung und Wertschätzung“ war ein Satz, den Gastfamilien-Botschafterin Alske Freter am Schluss mehrfach hörte – und eine Wiederholung in Aussicht stellte.

Andreas Jung (MdB, CDU) ist der 50. Botschafter der Kampagne

Andreas Jung (MdB, CDU) ist der 50. Botschafter der Kampagne

Botschafter Gastfamilienkampagne

Andreas Jung, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU), ist der 50. Botschafter der bundesweiten Kampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“. Mit seinem Engagement setzt er ein starkes Zeichen für internationale Begegnung, interkulturelle Verständigung und die Bedeutung von ehrenamtlichen Gastfamilien im Schüleraustausch.

Etwa 2.000 Jugendliche aus aller Welt kommen pro Jahr für einen halb- oder einjährigen Schulbesuch nach Deutschland und leben in dieser Zeit in Gastfamilien. Dieser Schüleraustausch fördert nicht nur interkulturelle Kompetenzen, sondern ermöglicht auch persönliche Freundschaften über Grenzen hinweg. Zudem prägen Austauschschülerinnen und -schüler sowie ihre Gastfamilien das Bild eines offenen und attraktiven Deutschlands.

Andreas Jung unterstreicht die Bedeutung von Gastfamilien: „Freundschaft und Völkerverständigung leben vom direkten Austausch. Es geht eben nicht nur um Partnerschaften zwischen den Regierungen, sondern im Kern um Freundschaften zwischen den Menschen in unseren Ländern. Dabei spielen Gastfamilien eine entscheidende Rolle. Ihre Gastfreundschaft ermöglicht es jungen Menschen, Deutschland als offenes Land zu erleben. Daher unterstütze ich die Kampagne „Offene Türen, Offene Herzen“, um mehr Anerkennung für dieses wichtige Ehrenamt zu schaffen und mehr Menschen zu ermutigen, Gastfamilie zu werden.“

Mit dem Parlamentarier gewinnt die Kampagne einen engagierten Unterstützer, der sich seit vielen Jahren für internationale Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzt. Als 50. Botschafter reiht er sich in eine wachsende Gruppe von Politikerinnen und Politikern aus Bund, Ländern und Kommunen ein, die sich im Rahmen der Kampagne für Gastfreundschaft und interkulturellen Austausch stark machen.

In den letzten Jahren ist es jedoch zunehmend schwieriger geworden, neue Gastfamilien zu finden und die hohe Nachfrage abzudecken. Deshalb riefen der AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch und seine Mitgliedsorganisationen im Sommer 2025 die Kampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“ ins Leben, um das Engagement von Gastfamilien sichtbar zu machen, mehr Familien für diese Aufgabe zu gewinnen und den internationalen Jugendaustausch nach Deutschland zu stärken. „Wir möchten unser bundesweites Netz aus Botschafter*innen noch ausbauen und laden weitere Abgeordnete in Bund und Ländern ein, sich bei der Kampagne zu engagieren“, erklärt AJA-Geschäftsführer Jan Schütte. 

Unser Weihnachten als Gastfamilie

Unser Weihnachten als Gastfamilie

Gastfamilien Gastfamilienkampagne

Familie Müller aus München war bereits mehrfach Gastfamilie. Seit dem Spätsommer lebt Luka (17) aus Georgien bei ihnen. Für ihn ist es das erste Weihnachten in Deutschland.

Gastmutter Kathrin freut sich darauf, diese besondere Zeit gemeinsam mit ihm zu erleben: „Durch Luka erleben wir die Vorweihnachtszeit noch einmal ganz neu. Dinge, die für uns selbstverständlich sind – wie der Nikolaustag oder ein Adventskalender – kennt er nicht. Seine Perspektive erinnert uns daran, wie besonders unsere Traditionen sind. Es ist schön, sie mit ihm zu teilen!“

Luka fühlt sich sehr wohl in Deutschland. Besonders die Menschen empfindet er als freundlich. Mit seiner Gastfamilie war er bereits in Berlin und einige Tage in Tübingen. Außerdem hat er gemeinsam mit seiner Gastschwester die Zugspitze bestiegen und München mit dem Fahrrad erkundet. Sonntags geht die Familie oft zu viert joggen – Erlebnisse, die für Luka zu wertvollen Erinnerungen an Deutschland werden.

Kathrin liegt noch etwas auf dem Herzen, das sie anderen Gastfamilien mitgeben möchte: „Scheinbar werden Jungs nicht so gerne von Gastfamilien aufgenommen. Für uns ist Luka auch der erste Gastsohn und wir sind begeistert. Beim Abendessen ist es lustig, eine weibliche und eine männliche Tischseite mit unterschiedlichen Ansichten und Eindrücken zu erleben. Für uns als Familie mit zwei Töchtern ist das eine tolle Bereicherung. Wir erleben auch uns selbst als Gastfamilie mit Erfahrung als routinierter und unerschrockener – das spricht dafür, nicht nur einmal jemanden aufzunehmen.“

Fotos frank schroth | fotografie
http://www.frankschroth.de

Ehrenamtliche im Austausch mit Sandra Khalatbari aus dem Abgeordnetenhaus Berlin

Ehrenamtliche im Austausch mit Sandra Khalatbari aus dem Abgeordnetenhaus Berlin

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Wie Politik die Sichtbarkeit von Gastfamilien stärken kann
Ehrenamtliche der AJA-Organisationen kamen zu einem konstruktiven Meet & Greet mit Sandra Khalatbari (CDU), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie Politik Gastfamilien, die einen zentralen Beitrag zum internationalen Schüleraustausch in Deutschland leisten, stärker unterstützen und sichtbarer machen kann.

Die Ehrenamtlichen betonten die wichtige Rolle von Gastfamilien für die interkulturelle Verständigung und schilderten ihre Erfahrungen aus der Praxis. Besonders hervorgehoben wurde der Wunsch nach mehr öffentlicher Anerkennung und einer breiteren politischen Kommunikation über den gesellschaftlichen Wert von Schüleraustausch und dem wichtigen Beitrag den Gastfamilien leisten für Weltoffenheit, Völkerverständigung, Toleranz und kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft.

Sandra Khalatbari zeigte großes Interesse an den Anliegen. Sie ermutigte die Ehrenamtlichen auf Politiker*innen zuzugehen: „Es ist wichtig, dass ihr euch an uns wendet, euch einbringt und einmischt. Bleibt hartnäckig!“, betonte sie.

Gemeinsam diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten, weitere Botschafterinnen für die Kampagne zu gewinnen, die Öffentlichkeitsarbeit zu stärken und konkrete Maßnahmen wie einen Besuch des Abgeordnetenhauses für Gastfamilien zu realisieren. Khalatbari, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Familie, sicherte zu, das Thema in ihre parlamentarische Arbeit mitzunehmen.